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Barbara Auer
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Barbara Auer
BARBARA AUER

Handwerk am Theater gelernt


Barbara Auer ist eine der meistbeschäftigten deutschen Schauspielerinnen. Das Handwerk lernte sie am Theater, bevor sie mit hoch gelobten Rollen in Film und Fernsehen auch ein Massenpublikum eroberte. Die ZDF-Zuschauer kennen sie als Kriminalpsychologin Lisa Brenner aus der Krimi-Reihe "Nachtschicht". Ab dem 5. Oktober ist Barbara Auer neben Katja Riemann und Karin Dor im Thriller-Drama "Ich bin die Andere" auch wieder im Kino zu sehen.


Barbara Auer wurde in Konstanz geboren. Nach dem Abitur ließ sie sich an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Hamburg ausbilden. Nach ihrem Abschluss 1981 und mehreren Theaterengagements erkannte auch Regisseur Alexander Kluge ihr Potenzial und besetzte sie 1982 für seinen Film "Die Macht der Gefühle". 1987 spielte sie in Christel Buschmanns Episodenfilm "Felix" und 1988 in Uwe Jansons "Verfolgte Wege" ihre ersten großen Kinorollen. Seither konzentrierte sie sich auf Film und Fernsehen und arbeitete in der Folge mit den erfolgreichsten Regisseuren in Deutschland zusammen, darunter Sönke Wortmann, Vivian Naefe, Nico Hoffmann und Dominik Graf.

Durchbruch in Rolle als Kranführerin
Der große Durchbruch kam mit der Rolle der Kranführerin Jessica in dem deutsch-deutschen Drama "Der Boss aus dem Westen", die ihr 1989 die "Goldene Kamera" einbrachte. Ein Serien-Gastspiel gab sie 1988/1989 in der ZDF-Serie "Mit Leib und Seele" an der Seite von Günther Strack. Schon nach einer Staffel ließ sie sich aber aus der Serie "herausschreiben", um keine "Serienfigur" zu werden. Mit ihrer Darstellung einer Mutter, die verzweifelt um ihr Kind kämpft, brillierte sie in Vivian Naefes Film "Meine Tochter gehört mir" und erhielt dafür 1993 das Filmband in Gold.

Mit Götz George als Partner spielte Barbara Auer 1998 in Nico Hoffmanns "Solo für Klarinette". Danach war sie in politischen Filmen wie "Nikolaikirche" nach dem gleichnamigen Erich-Loest-Roman und im mehrfach ausgezeichneten Kinofilm "Die innere Sicherheit" (2000) von Christian Petzold zu sehen, in dem sie eine steckbrieflich gesuchte RAF-Terroristin spielt, die nach 15 Jahren im Untergrund mit Mann und Tochter nach Deutschland zurückkehrt. Auch in Margarethe von Trottas "Die Andere Frau" (2004), in dem sie die ahnungslose Ehefrau eines Stasi-Mitarbeiters spielte, überzeugte sie die Kritiker. Ihr Film "Die Zwillinge" wurde im gleichen Jahr sogar als "Bester fremdsprachiger Film" für den Oscar nominiert.

Auf der Bühne mit Brandauer
Auch im Theater engagierte sich Barbara Auer in den letzten Jahren wieder stärker. So stand sie im Wiener Burgtheater von 1999 bis 2002 als Roxanne im Stück "Cyrano de Bergerac" neben Klaus Maria Brandauer auf der Bühne. 2001/02 spielte sie die Rolle der Sonja in Yasmina Rezas "Drei Mal Leben" an den Hamburger Kammerspielen. Seit 2005 ist sie in der ZDF-Krimiserie "Nachtschicht" als Kriminalpsychologin Lisa Brenner zu sehen. In "Ich bin die Andere" spielt sie das "Fräulein Schäfer", das Kindermädchen einer reichen Unternehmerfamilie.

mit Material von Munzinger


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