Internationaler Star aus Deutschland
Seit über zehn Jahren gehört Alexandra Maria Lara zu den renommiertesten deutschen Schauspielerinnen. Durch unzählige Serien und Kinofilme, unter anderem "Der Untergang", "Napoleon", Francis Ford Coppolas "Youth Is Youth" und "Der Baader Meinhof Komplex", machte sich die gebürtige Rumänin international einen Namen. Ab dem 16. Dezember ist die Berlinerin gemeinsam mit Gérard Depardieu im Kinofil "Small World" zu sehen.
Aus Alexandra Maria Lara wurde am 12. November 1978 mit dem Familiennamen Platareanu in Bukarest geboren. Ihr Vater, Valentin Platareanu, war in Rumänien ein bekannter Schauspieler und Vizeintendant des Nationaltheaters in Bukarest, ihre Mutter arbeitete als Professorin für französische Philologie. 1983 verließen ihre Eltern per Tagesvisum Rumänien, um trotz ihrer privilegierten Stellung in den Westen auszureisen und vor allem ihrer Tochter ein Leben in Freiheit zu ermöglichen. Über Freiburg im Breisgau gelangte die Familie nach Berlin. 1996 nahm Alexandra Maria auf Anraten ihres Managements den Nachnamen Lara an, in Anlehnung an die Figur der Lara aus "Doktor Schiwago".
Frühe Ehrung als Schauspielerin
Alexandra Maria Lara besuchte das Französische Gymnasium in Berlin und legte dort ihr Abitur ab. Schon im Schultheater des Gymnasiums fiel ihr Talent auf und sie wurde mit dem "Else Adrian-Preis" für hervorragende Leistungen in der Interpretation deutscher Dichtung ausgezeichnet. Von 1997 bis 2000 nahm sie Schauspielunterricht an der staatlich anerkannten Theaterwerkstatt Charlottenburg, die ihr Vater 1992 gegründet hatte. Ihm verdankt sie nach eigener Aussage überhaupt den Weg in die Schauspielerei.
In dem Film "With Love, Rita" war Alexandra Maria Lara 1989 als Elfjährige zum ersten Mal im deutschen Fernsehen zu sehen. Mit großem Talent und Ehrgeiz erarbeitete sie sich schnell eine für ihr Alter außergewöhnliche Filmographie. 1996 spielte sie schon die Hauptrolle in "Mensch Pia!", einer 16-teiligen Fernsehserie über den harten Weg einer Teenagerin in die Selbstständigkeit. Ebenfalls im Fernsehen und mit Lara als Hauptdarstellerin lief 1997 der TV-Thriller "Die Mädchenfalle - der Tod kommt online". Einem breiten Publikum wurde sie mit vielen weiteren TV-Rollen bekannt, so 1997 in der "Die Bubi-Scholz-Story" als Freundin der Boxer-Legende und drei Jahre später in dem Fluchthelferdrama "Der Tunnel", für die sie den "New Faces Award" gewann.
Als polnische Gräfin im ZDF
Ihre erste größere Rolle in einem Kinofilm bekam Alexandra Maria Lara in "Fisimatenten" (1999). Danach spielte sie an der Seite von etablierten Stars wie Suzanne von Borsody und Michael Degen in "Leo und Claire" (2001) von Joseph Vilsmaier ebenso wie in Experimentalfilmen ("Honolulu", "99 Euro Films"). In der Bauarbeiter-Komödie "Was nicht passt, wird passend gemacht" (2002) von und mit Regisseur Peter Thorwarth erlebte Lara als hübsche Tochter eines launischen Vorarbeiters eine Liebesgeschichte. 2002 spielte sie in Doris Dörries Beziehungskomödie "Nackt" (2002) an der Seite von Jürgen Vogel.
Die europäische Großproduktion "Napoleon", ein Anfang 2003 im ZDF ausgestrahlter Fernseh-Vierteiler, bescherte ihr als polnische Gräfin Maria Walewska eine Traumrolle, umgeben von Stars wie Gérard Depardieu und John Malkovich. Auch im ZDF-Zweiteiler "Trenck - zwei Herzen gegen die Krone" war sie 2003 als Preußenprinzessin Anna Amalia an der Seite von Ben Becker zu erleben. Zu den Kostüm- und Historienfilmen kam außerdem das 2004 aufwendig produzierte dreiteilige TV-Familienepos "Der Wunschbaum" (nach einer Bestseller-Vorlage von Sandra Paretti) hinzu, in dem Alexandra Maria Lara in Berlin Anfang der 20. Jahrhunderts als couragierte Tochter aus gutem Hause den Niedergang ihrer großbürgerlichen Familie verhindert.
"Woman of the year"
Mit 25 Jahren war Lara, ausgezeichnet als "Woman of the Year 2004", auf den Kinoleinwänden ein angesagter Star und in den unterschiedlichsten Rollen zu sehen: als Hitlers Sekretärin Traudl Junge im spektakulären Kinoerfolg "Der Untergang" über die letzten Tage des Dritten Reichs im Berliner Führerbunker (mit Bruno Ganz in der Hauptrolle), in der schrägen Komödie "Cowgirl", die im Hamburger Kiez spielt, und in Helmut Dietls Film "Vom Suchen und Finden der Liebe". Auch in "Der Fischer und seine Frau" (2005), einem weiteren Doris-Dörrie-Film, spielte Alexandra Maria Lara mit.
Mit ihrem Vater Valentin Platareanu stand sie 2006 erstmals in dem in Rumänien gedrehten Melodram "Offset" (2006) vor der Kamera. Und es ging weiter steil nach oben. 2005 wurde Alexandra Maria Lara mit der "Goldenen Kamera" ausgezeichnet, 2007 bekam sie die Hauptrolle in Francis Ford Coppolas "Youth without Youth". Weitere bedeutende Kinofilme waren "Control", "Der Baader Meinhof Komplex" (beide 2007) und "Der Vorleser" (2008).
Mystery-Thriller mit realem Vorbild
2009 brillierte sie in dem deutschen Spielfilm ""Hinter Kaifeck", einem Mystery-Thriller, der die tatsächlichen Morde von Hinterkaifeck in den 20er Jahren zum Vorbild hat. Außerdem spielte sie in "Und bitte! Die Rolle unserer Lebens" und der internationalen Co-Produktion "Vertraute Fremde", einer Comic-Adaption. Alexandra Maria Lara lebt in Berlin-Charlottenburg. 2009 heiratete sie den englischen Schauspieler Sam Riley. Gemeinsam mit Gérard Depardieu ist sie ab dem 16. Dezember im Film "Small World" zu sehen.
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