Von Comedy bis Theater
Man kennt sie aus Comedy-Formaten wie "Switch", "Wochenshow" und "Schillerstraße". Ihre aktuelle Hauptrolle als "Danni Lowinski" in der gleichnamigen Anwaltserie bescherte Annette Frier mehrere Auszeichnungen sowie eine Nominierung für den Adolf-Grimme-Preis. Parallel zu ihren Fernseherfolgen ist die Schauspielerin dem Theater immer treu geblieben. Am 12. Februar ist Annette Frier als Wettpate zu Gast bei Wetten, dass..?.
Annette Frier wurde 1974 in Köln geboren. Nach ihrem Abitur studierte sie von 1994 bis 1997 klassisches Schauspiel an der Kölner Theaterschule "Der Keller".
Beginn der Fernsehkarriere
Noch während ihrer Schauspielausbildung wurde sie von Regisseurin Hannelore Hoger ans Schauspielhaus Köln geholt, wo sie an der Inszenierung "Die Kleinbürgerhochzeit" beteiligt war. Nach ihrem Studium wurde Annette Frier dann für die RTL-Erfolgsserie "Hinter Gittern - Der Frauenknast" engagiert. Mit dem Thriller "Post Mortem - Der Nuttenmörder" hatte sie 1997 ihren ersten TV-Film gedreht. Auch nach dem erfolgreichen Beginn ihrer Fernsehkarriere stand Frier weiterhin auf der Bühne, unter anderem in der Rolle als Hilde Wangel in "Baumeister Solness" im Kölner Theater im Bauturm, wofür sie 1999 mit dem örtlichen Theaternachwuchspreis "Puck" ausgezeichnet wurde.
Einen Namen als Comedy-Darstellerin machte sie sich von 1998 bis 2000 als Mitglied des Schauspieler-Teams der TV-Reihe "Switch", in der sie in Sketchen prominente Fernsehgesichter parodierte. Im Jahr 2000 trat sie dann bei der SAT.1-"Wochenshow" die Nachfolge der zuvor ausgeschiedenen Anke Engelke an und ergänzte das Team von Bastian Pastewka, Ingolf Lück und Markus Maria Profitlich. Von 1999 bis 2001 stand sie zudem auch für die Krimi-Reihe "SK Kölsch" vor der Kamera.
Vielseitiges Talent
Parallel zu ihren TV-Engagements blieb Annette Frier aber stets dem Theater treu, sei es in Köln als Stella in Tennessee Williams' "Endstation Sehnsucht" oder als "Fräulein Else" im Theater im Bauturm in Köln. 2002 und 2003 war sie an der Seite von Martin Armknecht in der die alltäglichen Probleme zwischen Mann und Frau thematisierenden ZDF-Comedy-Serie "Du & ich" im Fernsehen zu sehen - ein Format, das die beiden Schauspieler dann auch als "Henry & Alice" auf die Bühne des Gloria-Theaters in Köln brachten. Von 2004 bis 2005 wirkte Frier bei der Aufführung des mit dem Kölner Theaterpreis ausgezeichneten Stücks "Nora" von Henrik Ibsen mit.
Auf dem Bildschirm sah man Annette Frier ab September 2004 regelmäßig in der SAT.1-Improvisations-Comedy-Sendung "Schillerstraße" als Freundin von Hauptdarstellerin Cordula Stratmann. Im Vergleich dazu weit weniger Erfolg hatte die von 2005 bis 2007 auf ProSieben ausgestrahlte Serie "Alles außer Sex". Daneben absolvierte sie zahlreiche Gastauftritte in TV-Produktionen wie "Pastewka", "Die ProSieben Märchenstunde", "Traumschiff", übernahm Rollen in Filmen wie "Im Namen der Braut" und "Teufelsbraten", moderierte 2004 Stefan Raabs "SSDSGPS"-Shows sowie im Jahr darauf den "Bundesvision Song Contest" und gehörte ab 2005 zum Team der "Sesamstraße". Ihr Regiedebüt hatte Frier 2008 am Theater im Bauturm mit einer selbst geschriebenen Bühnenfassung von Markus Werners Roman "Am Hang".
Erfolg als "Danni Lowinski"
In einer neuen TV-Hauptrolle war sie dann ab dem Frühjahr 2010 wöchentlich auf SAT.1 zu sehen. In der Anwaltserie "Danni Lowinski" spielt sie eine frisch gebackene Juristin, die mit ihrer unkonventionellen Art keine Anstellung in einer Kanzlei findet und deshalb an einem im Einkaufszentrum aufgestellten Tisch für einen Euro pro Minute Rechtsberatung anbietet. Im Mai 2010 wurde sie für ihre Rolle in der Serie mit dem "Blauen Panther" des Bayerischen Fernsehpreises ausgezeichnet.
Im August 2010 war Anette Frier neben Ulrich Noethen im Kinofilm "Rumpe und Tuli" zu sehen. Zur selben Zeit startete die neue SAT.1-Sitcom "Wir müssen reden", in der sie gemeinsam mit Cordula Stratmann auftrat. Im Oktober 2010 wurde Annette Frier für ihre Rolle als "Danni Lowinski" mit dem Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie "Beste Serie" ausgezeichnet. Die Serie ist außerdem für den Adolf-Grimme-Preis 2011 in der Kategorie "Unterhaltung - Serien & Mehrteiler" nominiert.
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