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David Garrett

Klassik ohne Grenzen

Klassik ohne Grenzen
David Garrett musikalisch einzuordnen, ist eigentlich nicht möglich: Der Violinist, der 2008 den "Echo Klassik" gewann, gilt als Wanderer zwischen Pop und Klassik. In einem sind sich aber alle einig: Der in Aachen geborene Deutsch-Amerikaner ist sicherlich einer der attraktivsten Geiger aller Zeiten. Gerade ist seine erste DVD erschienen: "David Garrett Live - In Concert & In Private". Am 7. November ist Garrett als Wettpate zu Gast bei Wetten, dass..?.

Geboren wurde David Garrett 1980 in Aachen als Sohn eines deutschen Juristen und einer US-amerikanischen Tänzerin. Mit vier bekam er bereits seine erste Violine geschenkt, mit zehn hatte er seinen ersten öffentlichen Auftritt mit den Hamburger Philharmonikern, mit elf gab er bei Justus Frantz in "Achtung - Klassik" sein Fernsehdebüt im ZDF, und mit zwölf stand er mit Yehudi Menuhin auf der Bühne. Zwei Jahre später hatte er bereits einen Exklusiv-Vertrag bei einer Plattenfirma.

Student und Model in New York
Menuhin pries sein Spiel als "einfach wunderbar", Isaac Stern erklärte: "Er ist einer der talentiertesten 14-Jährigen, die ich je gehört habe." Natürlich haftete ihm alsbald das Etikett "Wunderkind" an, etwas, was er heute kritisch sieht: "Ich habe von klein auf knochenhart dafür gearbeitet", sagte er dem "Rheinischen Merkur" in einem Interview und berichtete von einer nicht einfachen Kindheit ohne soziale Kontakte.

Nach dem Abitur zog er die Notbremse, zumal er das Gefühl hatte, noch kein ausgebildeter Musiker zu sein. David Garrett siedelte nach New York über und studierte dort als Meisterschüler von Itzhak Perlman an der renommierten Juilliard School. Danach war er erst einmal pleite und finanzierte sein Leben unter anderem als Barkeeper, Putzmann, Klamottenverkäufer - und Model. Dass er nicht nur als einer der begabtesten, sondern auch als einer der attraktivsten Geiger dieser Tage gilt, stört ihn nicht besonders: "Dafür kann ich nichts. Man kann ja trotzdem gut spielen", sagte er der "Berliner Morgenpost".

Schnellster Geiger der Welt
Mit dem Album "Virtuoso" hat er sich eindrucksvoll in der Musikszene zurückgemeldet: Die Platte, von der ihm nach eigenem Bekunden "99einhalb von 100" Leuten abgeraten haben, hat sich zum internationalen Bestseller entwickelt. Seit der Veröffentlichung hat der nach wie vor in New York lebende Musiker auch live immer wieder unter Beweis gestellt, dass er auf seiner fast 300 Jahren alten Stradivari das klassische Repertoire ebenso perfekt beherrscht wie Ausflüge in das populäre Fach. Weltrekordler ist er obendrein auch noch: Im Mai 2008 spielte er in einer britischen TV-Show den "Hummelflug" fehlerfrei in nur 66 Sekunden. 13 Noten pro Sekunde - so schnell war seit Beginn des Zeitstoppens vor David Garrett noch niemand.

Nach dem grandiosen Erfolg seines Albums "Virtuoso", veröffentlichte David Garrett am 24.Oktober 2008 das Nachfolgewerk "Encore". Auch dieses Album spiegelt Garretts ganz persönlichen Musikgeschmack wieder: Klassiker der Rockmusik, große Melodien der Klassik, weltbekannte Filmmusiken und einige Eigenkompositionen des 28-Jährigen. So interpretiert er unter anderem Songs wie Queens "Who wants to live forever", den Titeltrack aus "Fluch der Karibik und Johann Sebastian Bachs "Air" komplett neu.

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