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Denzel Washington

Zweifacher "Oscar"-Preisträger

Zweifacher "Oscar"-Preisträger!
Als zweifacher "Oscar"-Gewinner ist Denzel Washington einer der größten Stars Hollywoods. Dennoch gilt der 55-Jährige als Schauspieler, der immer nach neuen Herausforderungen sucht. Das belegen auch seine Rollen. So war er unter anderem als "Trip" im Drama "Glory" zu sehen, spielte den südafrikanischen Freiheitskämpfer Steven Biko in "Cry Freedom" und überzeugte als "Richard III" auf der Bühne. Am 11. November kommt sein neuer Film in die deutschen Kinos: "Unstoppable - Außer Kontrolle".

Denzel Washington wurde am 28. Dezember 1954 in Mount Vernon, einem Vorort von New York, geboren, wo er mit seiner älteren Schwester und seinem jüngeren Bruder aufwuchs. 1972 nahm er ein Journalismus-Studium an der Fordham University in der Bronx auf. Mit einem zweifachen B.A. - in Drama und Journalismus - ging er 1978 ans renommierte Amerikanische Theaterkonservatorium in San Francisco, um Schauspielkunst zu studieren. Bereits nach einem von drei Ausbildungsjahren wagte er jedoch den "Sprung ins kalte Wasser" und verließ die Schule.

Als Malcolm X auf der Bühne
Washington begann als Bühnenschauspieler für das New Yorker Shakespeare-Festival, den Manhattaner Theater Club sowie das New Federal Theater. In einer Reihe von Off-Broadway-Produktionen wie "When the Chicken Comes Home to Roost" - wo er Malcolm X darstellte - fiel der Nachwuchsschauspieler auf und wurde mit Preisen bedacht. Noch als Student wirkte er 1977 in einigen TV-Produktionen mit. Seine Filmkarriere startete er 1981 in der Komödie "Carbon Copy" als unehelicher Sohn eines weißen Geschäftsmannes.

Durch den Film auf ihn aufmerksam geworden, engagierte ihn das NBC-Fernsehen für die Rolle des jungen Doktors Phillip Chandler in der mit zwölf Emmys ausgezeichneten Krankenhaus-Serie "St. Elsewhere", bei der von 1982 bis 1988 mitwirkte. In den 80er Jahren arbeitete Denzel Washington weiterhin fürs Fernsehen, profilierte sich aber zunehmend als Filmschauspieler, der versuchte, nicht in die alten Klischee-Rollen von schwarzen Schauspielern zu schlüpfen. Seine erste große Filmrolle erhielt er 1984 unter der Regie von Norman Jewison in "A Soldier's Story".

"Oscar" für die beste Nebenrolle
Internationale Berühmtheit verschafften ihm zunächst 1987 die Figur des südafrikanischen Freiheitskämpfers Stephen Biko in Richard Attenboroughs "Cry Freedom" und fünf Jahre später seine Titelrolle in "Malcolm X". 1989 übernahm er eine seiner wichtigsten Rollen in dem preisgekrönten Historiendrama "Glory" (Regie: Edward Zick) als entlaufener Südstaaten-Sklave, der im amerikanischen Bürgerkrieg 1861 bis 1865 verbissen für die Nordstaaten kämpft. Hatte er zunächst noch gezögert, in einem "Sklavenfilm" mitzuwirken, wurde Washington dafür 1990 mit einem Oscar für die "beste Nebenrolle" belohnt.

Nachdem er 1990 in "Heart Condition" mit Bob Hoskins sein komödiantisches Talent bewiesen hatte, entstanden in den 90er Jahren in Zusammenarbeit mit dem Regisseur Spike Lee einige seiner erfolgreichsten Filme. So beeindruckte er in dem Jazz-Film "Mo' Better Blues" (1990) als besessener Trompeter Gilliam nach dem Vorbild der Jazz-Legende Miles Davis auch das europäische Kinopublikum. Mit "Mississippi Masala" (1992), der Liebesgeschichte eines Afro-Amerikaners und einer Inderin in einer amerikanischen Kleinstadt, konnte sich Washington so identifizieren, dass er nur ein Viertel seiner üblichen Gage verlangte.

Auszeichnung für Golfkrieg-Film
Von heftigen und kontrovers geführten Diskussionen begleitet wie kaum ein anderer Film war Spike Lees "Malcolm X" (1992), in dem er die Titelrolle übernahm. Mit authentischem Videomaterial über das Zusammenschlagen eines Schwarzen durch weiße Polizisten in Los Angeles beginnend, schildert der Film das 40 Jahre kurze Leben des Schwarzenführers Malcolm X bis zu dessen gewaltsamem Tod im Jahre 1965.

Nach dem großen Erfolg mit "Malcolm X" wirkte W. an weiteren höchst erfolgreichen Filmen mit, so als Anwalt neben Tom Hanks in dem Aids-Problemfilm "Philadelphia" (1993) und in dem Politthriller "Die Akte" (1993) als engagierter Journalist, der die Jurastudentin Darby Shaw (gespielt von Julia Roberts) bei ihrer Recherche in einer bis ins Weiße Haus reichenden Verschwörung unterstützt. 1997 kam Denzel Washingtion mit Edward Zwicks "Courage under Fire", dem ersten Hollywoodfilm zum Thema Golfkrieg, in die europäischen Kinos. Für seine schauspielerische Leistung in der Rolle des Colonel Nathaniel Serling wurde er von der NAACP ("National association for the Advancement of Colored People") ausgezeichnet.

"Oscar" als bester Hauptdarsteller
Vom Publikum und von der Fachkritik gefeiert und mit einem "Golden Globe" und einem "Silbernen Bären" als bester Darsteller ausgezeichnet wurde Washington 1999 für seine Rolle als afro-amerikanischer Boxer Rubin "Hurricane" Carter in "Hurricane". Weitere Erfolge waren "Remember the Titans" und der Thriller "Training Day" (2001), in dem ein junger Polizist (Ethan Hawke) in Los Angeles seinem ebenso charismatischen wie korrupten Kollegen und Lehrmeister (Denzel Washington) auf die Schliche kommt. 2002 wurde er dafür mit einem Oscar als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet - und war damit erst der zweite schwarze Preisträger in dieser Kategorie nach Sidney Poitier (1963).

Nach diesem Erfolg arbeitete Denzel Washington auch als Regisseur und stand im Frühjahr 2005 in einer Broadway-Produktion von Shakespeares "Julius Caesar" als Brutus auf der Bühne. Weitere Filme in den letzten Jahren waren "Inside Man" und "Déjà Vu" (beide 2006), "American Gangster" (2007) und "Die Entführung der Pelham 1 2 3" (2009). 2010 war er in "The Book of Eli" zu sehen. Denzel Washington ist seit 1983 mit der Sängerin Paulette Pearson verheiratet. Als Hobbys nennt der Vater von vier Kindern (John-David, Katia, Zwillinge Malcolm und Olivia) Basketball, Lesen und Kochen.

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