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Ein Abschied „schweren Herzens“

Ein Abschied „schweren Herzens“

Einige Stufen die Treppe hinunter, höfliche Verbeugung, donnernder Applaus, breites Lächeln. Zeit für die Begrüßung des Publikums, ein paar Witze und Sprüche und die Ankündigung der ersten Gäste – so lief es in den vergangenen 24 Jahren, seit Gottschalk am 26. September 1987 zum ersten Mal „Wetten, dass..?“ moderierte. Doch zum 30-jährigen Jubiläum der Show in Halle war alles anders: „Es gibt gewisse Dinge, die kann man nicht so zwischen Tür und Angel besprechen”, sagte Gottschalk, setzte sich auf das Sofa und verkündete seinen Abschied. Der Unfall in Düsseldorf im Dezember 2010, das ungewisse Schicksal von Samuel Koch: „Für mich persönlich liegt auf ,Wetten, dass …?’ nun ein Schatten, der es mir schwer machen würde, jemals wieder zu der guten Laune zurückzufinden, die Sie zurecht von mir erwarten.“ Mit der Sommersendung in Mallorca wird er sich „schweren Herzens von Wetten dass..? verabschieden.” Im Herbst will er dann noch drei Sondersendungen zum Jubiläum der Show moderieren, danach sei Schluss.

Das Publikum reagierte bestürzt, für Programm-Direktor Thomas Bellut aber stirbt die Hoffnung zuletzt: „Das war keine übers Knie gebrochene Entscheidung”, sagte er nach der Show: „Aber seit er es mir kurz vor Weihnachten mitgeteilt hat, haben wir versucht, ihn umzustimmen, und wer weiss, ob uns und dem Publikum das nicht noch gelingt.“

Und auch Michelle Hunziker möchte Gottschalk nicht kampflos ziehen lassen: „Ich habe den ganz festen Eindruck, die Leute möchten, dass es hier weitergeht“, sagte sie vor der Kamera: „Und vielleicht, lieber Thomas, schaffe ich es ja doch noch, Dich umzustimmen und gemeinsam mit Dir auf diesem Sofa alt zu werden.“

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