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Emma Thompson

Ausgezeichnet mit zwei "Oscars" und zwei "Golden Globes"

Ausgezeichnet mit zwei "Oscars" und zwei "Golden Globes"
Fünf "Oscar"- und sieben "Golden Globe"-Nominierungen sprechen eine deutliche Sprache: Emma Thompson ist eine der profiliertesten und besten Schauspielerinnen der Welt. Je zweimal wurde sie schließlich mit den höchsten Auszeichnungen für Schauspieler geehrt: für ihre Rollen in "Wiedersehen in Howards End" und "Sinn und Sinnlichkeit". Ab dem 1. April ist sie nun im zweiten Teil ihres Erfolgsfilms "Eine zauberhafte Nanny" in den deutschen Kinos zu sehen.

Als Tochter der Schauspielerin Phyllida Law und des Regisseurs, Schauspielers und Fernsehproduzenten Eric Thompson wurde Emma Thompson in London-Paddington geboren. Nach dem Besuch der Camden School for Girls, einer Privatschule in Nord-London, begann sie mit dem Berufsziel Schriftstellerin ein Literaturstudium am Newnham Frauen-College in Cambridge, das sie 1982 mit dem Master-Grad abschloss.

Erste Erfolge im Musical
Erste Bühnenerfahrungen während des Studiums mit der Cambridge-Theatergruppe "Footlights" und dem Frauen-Ensemble "Woman's Hour" brachten Emma Thompson einen Vertrag mit einem der Top-Agenten in London ein. Nach dem Studium trat sie zunächst in Stand-Up-Comedies auf und hatte erste Fernsehengagements. Große Erfolge feierte sie 1985 im West-End-Musical "Me and My Girl", in dem sie als Sängerin und Tänzerin auftrat. Eine Popsängerin spielte sie auch in der Fernsehserie "Tutti Frutti" (1987). Unter dem Titel "Thompson" wurde 1987 erstmals ihre eigene Sitcom-Show ausgestrahlt.

Emma Thompsons erste dramatische Rolle war die einer in der Fremde verzweifelnden Engländerin in der BBC-Serie "Fortunes of War" (1987), bei der sie ihren ersten Ehemann Kenneth Branagh kennen lernte. Ihre weitere Theaterkarriere bestritt sie dann auch zunächst hauptsächlich mit ihm, ging mit seiner "Renaissance Theatre Company" auf Tournee, spielte die Beatrice in "Viel Lärm um Nichts", den Tölpel in "King Lear" und Alison in "Look Back in Anger". In vier der folgenden acht Filme, in denen Emma Thompson vor der Kamera stand, war Branagh ebenfalls als Darsteller und Regisseur dabei. Insgesamt realisierte das Paar bis zu seiner Trennung im September 1995 elf gemeinsame Projekte.

Wandlungsfähige Schauspielerin
Ihr Filmdebüt gab Emma Thompson 1989 allerdings in der Satire "Das lange Elend" neben Jeff Goldblum und Rowan Atkinson. Danach spielte sie die Katherine in Branaghs "Henry V." (1989) und 1993 in dessen Filmversion von "Viel Lärm um Nichts" erneut die Beatrice. 1990 war sie als weiblicher Vamp in "Schatten der Vergangenheit" zu sehen, spielte eine Adelige in "Impromptu" und ein englisches Hausmädchen in "Was vom Tage übrig blieb". Als besonders wandlungsfähige Schauspielerin gerühmt, feierte sie ihren bis dahin größten Erfolg 1992 mit der Rolle der Feministin Margaret Schlegel in James Ivorys Romanverfilmung "Wiedersehen in Howards End". Für diese Leistung wurde sie nicht nur mit dem "Golden Globe", sondern auch mit dem "Oscar" als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet.

"Oscar" für "Sinn und Sinnlichkeit"
Ihren ersten Hollywood-Film drehte Emma Thompson 1994 als Dr. Diana Reddin zusammen mit dem "schwangeren" Arnold Schwarzenegger in der Familienkomödie "Junior". Zur gleichen Zeit arbeitete sie am Drehbuch zu Jane Austens "Sinn und Sinnlichkeit", für das sie 1996 ebenfalls den "Golden Globe" und einen "Oscar" erhielt. 1998 spielte Emma Thompson in Alan Rickmans Regiedebüt "The Winter Guest" gemeinsam mit ihrer Mutter Phyllida Law die Geschichte einer schwierigen Mutter-Tochter-Beziehung. Auch in Rickmans nächstem Film, "Judas Kiss", war sie 1998 zu sehen. Mit John Travolta stand sie im selben Jahr in Mike Nichols' Verfilmung des Bestsellers "Mit aller Macht" vor der Kamera.

Nach der Geburt ihrer Tochter Gaia Romilly übernahm Emma Thompson im Jahr 2000 eine Rolle in der Komödie "Maybe Baby" und entwarf anschließend zusammen mit Regisseur Mike Nichols das Drehbuch für den Fernsehfilm "Wit" über eine krebskranke Universitätsprofessorin, die ihrem Sterben mit Witz begegnet. Die von ihr übernommene Hauptrolle zeigte Emma Thompson auf dem Gipfel ihrer Schauspielkunst und untermauerte ihren Ruf als eine der besten Charakterdarstellerinnen Großbritanniens.

Hugh Grant und Harry Potter
Ebenfalls unter der Regie von Mike Nichols spielte sie 2003 einen wandelbaren Engel, eine Krankenschwester und eine verstörte Obdachlose in dem zweiteiligen Aids-Film "Angels of America", der in den USA zum Fernsehereignis des Jahres wurde. Im Kino war sie danach in der englischen Romantik-Komödie "Tatsächlich Liebe" an der Seite von Liam Neeson und Hugh Grant sowie in dem Film "Imagining Argentina" zu sehen. In der Verfilmung des dritten Harry-Potter-Bandes "Harry Potter und der Gefangene von Askaban" trat sie 2004 als Professor Sybill Trelawney auf.

2006 überzeugte sie im Kinofilm "Eine zauberhafte Nanny", 2007 in "Schräger als Fiktion" sowie in einer weiteren "Harry Potter"-Folge, "Harry Potter und der Orden des Phönix". Weitere Kinoerfolge in den letzten Jahren waren "Wiedersehen mit Brideshead", "Radio Rock Revolution", "Liebe auf den zweiten Blick" sowie "Education" nach einem Buch von Nick Hornby. Ab dem 1. April 2010 ist sie nun im zweiten Teil ihres Erfolgsfilms "Eine zauberhafte Nanny" in den deutschen Kinos zu sehen.

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