Franziska van Almsick nun Designerin, Autorin und Sportfunktionärin
Seit Anfang der 90er Jahre gehörte Frankziska van Almsick zu den erfolgreichsten Schwimmerinnen Deutschlands. Unzählige Titel hat sie in ihrer Laufbahn errungen. Nach den Olympischen Spielen in Athen 2004 beendete sie ihre sportliche Laufbahn. Heute ist die gebürtige Berlinerin als Autorin, Designerin und Sportfunktionärin aktiv. Bei Wetten, dass..? in Palma de Mallorca ist sie als Wettpatin dabei.
Schon im Alter von fünf Jahren begann Franziska van Almsick damit, das Schwimmen als Sport zu betreiben. Mit sieben Jahren war sie in der DDR die Jüngste im Trainingszentrum, mit elf räumte sie 1989 bei der Kinder- und Jugendspartakiade kräftig ab: Mit neun Goldmedaillen zeigte sie, dass eine glanzvolle Sportkarriere vor ihr liegen könnte.
Vier Medaillen als 14-Jährige
Diese begann dann 1991 bei den Deutschen Schwimm-Meisterschaften, wo van Almsick als Vizemeisterin die große Entdeckung war. In den darauf folgenden Jahren drückte sie der Schwimmwelt mehr und mehr ihren Stempel auf: Weltrekorde, Welt- und Europameistertitel, nationale Titel im Dutzend. Nachdem sie als 14-Jährige bei den Olympischen Spielen 1992 vier Medaillen gewonnen hatte, wurde sie quasi über Nacht zum Star - vor allem für die Medien. "Franzis" Blitzkarriere löste eine unaufhaltsame Welle der Begeisterung aus, die nach ihrem WM-Titel 1994 und insgesamt 13 EM-Goldmedaillen noch zunahm.
Auch bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta schaffte sie drei Medaillen: zwei Mal Silber und einmal Bronze. Dass ihr Ruhm auch Schattenseiten mit sich bringt, musste die Berlinerin in ihrer Karriere aber auch erfahren. Für die Olympischen Spiele 2000 in Sydney hatte sie sich eine Menge vorgenommen, konnte ihre Ziele aber bei weitem nicht erreichen. Ohne Medaillen musste sie nach Hause reisen und erntete eine Menge Häme in den Medien dafür. Doch van Almsick ließ sich nicht unterkriegen - zwei Jahre später war sie bei der Europameisterschaft in ihrer Heimatstadt Berlin wieder voll da: Sie wurde Europameisterin über 200 Meter Freistil und verbesserte dabei sogar ihren acht Jahre alten eigenen Weltrekord.
Autobiografie "Aufgetaucht"
Nach ihren beiden Bronzemedaillen bei Olympia 2004 in Athen beendete Franziska van Almsick ihre Sportkarriere. Kurz darauf erschien ihre Biografie "Aufgetaucht", die sie völlig ohne Ghostwriter geschrieben hat. Außerdem entwarf sie eine Modelinie und setzte sich ehrenamtlich dafür ein, dass Kinder frühzeitig schwimmen lernen. 2005 lernte Franziska van Almsick auf dem Frankfurter Sportpresseball den Geschäftsmann Jürgen B. Harder kennen. Im Januar 2007 wurde der gemeinsame Sohn Don Hugo geboren.
Auch beruflich hatte Franziska van Almsick weiterhin alle Hände voll zu tun. Als Co-Moderatorin arbeitete sie bei den Olympischen Sommerspielen 2008 für die ARD. Im Oktober desselben Jahres wurde sie stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Sporthilfe, 2010 wechselte sie in den Aufsichtsrat der Stiftung - kurz nachdem sie im Januar in Fort Lauderdale/Florida in die "International Swimming Hall Of Fame" aufgenommen wurde.
Bademoden und Kinderbücher
Außerdem hat Franziska van Almsick gerade eine neue Bademodenkollektion herausgebracht und ihr zweites Kinderbuch veröffentlicht: Nach "Paul Plantschnase am Meer" ist nun "Paul Plantschnase im Schwimmkurs" erschienen. Die ehemalige Profischwimmerin erzählt darin eine Geschichte, in der Schwimmübungen in kindgerechter Sprache und mit lebhaften Figuren spielerisch vermittelt werden.
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