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Harald Schmidt

König des Late Night Talks

König des Late Night Talks
Harald Schmidt ist zweifellos der König der deutschen Late Night Talker. Mit seiner wöchentlichen Show in der ARD ist der mit Preisen überhäufte Entertainer, Moderator und Schauspieler seit einigen Wochen zur klassischen Late Night Show zürckgekehrt: "Scharf, politisch, satirisch und gnadenlos", so das Konzept der Sendung. Am 8. November ist Schmidt, gemeinsam mit Thomas Gottschalk, in einer neuen Folge des ZDF-"Traumschiffs" zu sehen, einen Tag vorher sitzt er als Wettpate auf dessen Sofa. Harald Schmidt wurde am 18. Augst 1957 als Sohn eines Verwaltungsangestellten und einer Kindergärtnerin in Neu-Ulm geboren. Er wuchs im schwäbischen Nürtingen auf. Schmidt besuchte ein Gymnasium und machte mit kabarettistisch-parodistischen Einlagen schon früh auf sein Talent aufmerksam. Während der Schulzeit war er zudem als Organist und Chorleiter in Kirchendiensten tätig und legte an der Kirchenmusikschule Rottenburg/Neckar die C-Prüfung für Kirchenmusik ab. Nach dem Abitur leistete er Zivildienst, bevor er sich an der Staatlichen Hochschule Stuttgart von 1978 bis 1981 zum Schauspieler ausbilden ließ.

Von Augsburg ans "Kom(m)ödchen"
Ein erstes Engagement als Schauspieler hatte Schmidt an den Städtischen Bühnen Augsburg. Von dort holte ihn Kay Lorentz 1984 ans Düsseldorfer "Kom(m)ödchen", wo er sich mit Textbeiträgen für die Programme von Altmeisterin Lore Lorentz profilierte. Seine Vorliebe galt, so die Stuttgarter Zeitung, "der Bosheit pur: scheinbar unangreifbar Ehrenwertes lächerlich machen".

Parallel zur Arbeit beim "Kom(m)ödchen" entwickelte Harald Schmidt Soloprogramme, mit denen er auf Kabarett-Tournee ging. Ein erstes Programm entstand 1985, ein weiteres, mit dem Titel "Überstehen ist alles", folgte 1988. Das Fernsehen band Schmidt ab 1988 an sich. Er moderierte die Unterhaltungssendung "MAZ ab!", die nach insgesamt 14 Sendungen im Oktober 1989 in das erste Programm der ARD aufrückte und Einschaltquoten von zuletzt 46 Prozent erreichte. Nebenbei war Schmidt in den dritten TV-Programmen mit der Rateshow "Pssst..." und der Zwei-Mann-Nonsens-Sendung "Schmidteinander" vertreten.

"Verstehen Sie Spaß?"
Zum Jahresende 1989 gab der Entertainer seine Mitarbeit beim "Kom(m)ödchen" auf und zog nach Köln um. 1992 übernahm Schmidt als Nachfolger des Schweizers Kurt Felix die TV-Show "Verstehen Sie Spaß?". Zudem erreichte Schmidt, dass die Ratesendung "Pssst" ab November 1993 ins erste Programm befördert und die "Schmidteinander"-Show ebenfalls ins Hauptprogramm verlegt wurde.

Im August 1995 setzte die ARD nach 78 Folgen Schmidts Rateshow "Pssst..." wegen mangelnder Quote ab, und es folgte die Trennung von der ARD und der Wechsel zu Sat 1. Dort startete Schmidt am 5. Dezember 1995 seine nach amerikanischem Vorbild entwickelte Late-Night-Show ("Harald Schmidt Show"), die sich nach ersten Anlaufschwierigkeiten fest etablierte. Im November 2001 lief die 1000. Folge der "Harald Schmidt Show", die durchschnittlich 930.000 Zuschauer sahen.

Comeback auf der Bühne
Nach jahrzehntelanger Pause kehrte Schmidt zum Jahresanfang 2002 zum Theater zurück und spielte ab 6. Januar 2002 am Bochumer Schauspielhaus den verwahrlosten Diener Lucky in Becketts Klassiker "Warten auf Godot". Durch die prominent besetzte Nebenrolle wurde die Bochumer Inszenierung zum Medienereignis der Saison. Anfang April 2002 unterschrieb Schmidt schließlich auch in Bochum einen Vertrag als reguläres Ensemble-Mitglied des Schauspielhauses.

Im Dezember 2003 kündigte Schmidt eine "Kreativpause" an und wechselte 2005 mit seiner Show zurück zur ARD. Nach einem Intermezzo mit Oliver Pocher ist Harald Schmidt nun wieder der alleinige Herr im Ring. Daneben war und ist er mit diversen Programmen - alleine und als Ensemblemitglied - nach wie vor auch auf der Bühne aktiv. So unter anderem 2008 am Württembergischen Staatstheater in Stuttgart in "Der Prinz von Dänemark. Ein Hamlet-Musical von und mit Harald Schmidt". Nachdem er 2008 schon mit dem "Traumschiff" in Rio de Janeiro war, sticht er am 8. November nun wieder im ZDF in See.

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