RWE

Jeff Beck

Großmeister der Gitarre

Jeff Beck zurück mit neuem Album
Als Gitarrist bei den legendären "Yardbirds" begann Jeff Beck in den 60er Jahren seine Karriere - seitdem ist er einer der besten Gitarristen aller Zeiten und wird in einem Atemzug mit Größen wie Jimi Hendrix und Eric Clapton genannt. Mit seinem aktuellen Album "Emotion & Commotion" hat Beck seiner langen Karriere nun ein neues Kapitel hinzugefügt. Den gemeinsam mit Joss Stone interpretierten Song "I put a spell on you" wird er am 23. Mai bei Wetten, dass..? präsentieren.

Jeff Beck wuchs in Wallington, England, auf. Durch das Klavierspiel seiner Mutter und seine Vorliebe fürs Radio, wo er alles von Pop bis zur klassischen Musik hörte, war er schon als Kind ständig von Musik umgeben. "Für meine Eltern, die den Krieg miterlebt haben, war Musik eine Art von Trost. Das Leben war hart, und Musik half ihnen, ihre Sorgen zu vergessen. Ich bin mir sicher, dass das Eindruck auf mich gemacht hat", erinnert sich Beck. "Ich war noch sehr jung, als Jazz sich in England durchsetzte, und ich kann mich noch erinnern, wie ich ins Wohnzimmer geschlichen bin, um Musik im Radio zu hören - sehr zum Missfallen meiner Eltern."

Anfänge als Session-Musiker
Inspiriert durch die Musik, die er hörte, dauerte es nicht lange, bis Beck selbst zur Gitarre griff und Auftritte im Umkreis von London hatte. Nach einem kurzen Intermezzo am "Wimbledon's Art College" widmete er sich ganz der Musik. So arbeitete er als Session-Musiker, bevor er - ab 1965 - Eric Clapton als Leadgitarrist der "Yardbirds" ersetzte. Schon 1967 verließ Jeff Beck die Band aber bereits wieder und gründete die "Jeff Beck Group", mit Rod Stewart als Sänger und Ron Wood am Bass. Die Band veröffentlichte zwei Alben - "Truth" (1968) und "Beck-Ola" (1969) - die zu musikalischen Meilensteinen des Hardrocks wurden.

Stewart und Wood verließen die Band jedoch bald und gingen zu den "Faces". Nach einer Pause gründete Jeff Beck die Gruppe 1971 neu und nahm mit ihr zwei Alben auf, "Rough and Ready" (1971) und "The Jeff Beck Group" (1972). Das Comeback währte aber nicht lange: Bald löste Beck die Gruppe wieder auf und bildet ein Trio mit dem Bassisten Tim Bogert und Schlagzeuger Carmine Appice. 1973 erschien das Album "Beck, Bogert und Appice".

Hardrock und Jazz
Neben dem Hardrock veröffentlichte Jeff Beck in dieser Zeit auch zwei wegweisende zwei Jazz-Fusion-Alben - "Blow By Blow" (1975) und "Wired" (1976) - die auch die Vorurteile vieler Fans über die Frage erschütterten, wie ein Rock-Gitarrist klingen sollte. Die Alben wurden von Kritikern und Fans begeistert aufgenommen und sind bis heute zwei der meistverkauften Gitarren-Instrumental-Alben aller Zeiten. Das Live-Album, "Jeff Beck with the Jan Hammer Group - Live", folgte im Jahr 1977.

In den 80er Jahren veröffentlichte Jeff Beck nur hin und wieder Alben, so zum Beispiel 1980 "There and Back" und 1985 "Flash". Bei letzterem arbeitete Beck wieder mit Rod Stewart und Jan Hammer zusammen. Lohn der Mühe war sein erster "Grammy" für den besten Rock-Instrumental-Song "Escape". 1989 veröffentlichte er "Jeff Beck's Guitar Shop with Terry Bozzio and Tony Hymas" und wurde wieder mit einem Grammy ausgezeichnet - diesmal für das Album. In den Jahren darauf folgten die Alben "Crazy Legs" (1993), "Who else" (1999) und "You Had It Coming" (2001) sowie ein dritter Grammy.

Rückkehr auf die Bühne
Zur Unterstützung seines neuen Albums "Jeff" kehrte Beck 2003 auch wieder auf die Bühne zurück, zusammen mit Blues-Legende B.B. King. 2004 feierte er neben dem vierten Grammy einige umjubelte Konzerte in der Londoner Royal Albert Hall, zusammen mit musikalischen Gästen wie Ron Wood, Imogen Heap und Nancy Sorrell. Auch in den folgenden Jahren trat Beck immer wieder live auf, unter anderem in den USA, auf einer ausverkauften Tour durch Japan und 2007 beim Montreux Jazz Festival.

Im Januar 2009 begann Jeff Beck eine begeistert aufgenommene Tour durch Australien und Neuseeland, die erste seit über 30 Jahren. Außerdem war er wieder auch in Japan unterwegs, wo er bei zwei Konzerten auch mit seinem Freund Eric Clapton auf der Bühne stand. Im selben Jahr wurde Beck auch in die "Rock and Roll Hall of Fame" aufgenommen und absolvierte eine ausverkaufte Tournee durch die USA. Ein besonderer Höhepunkt war auch ein gemeinsamer Auftritt mit Stevie Wonder im Madison Square Garden, wo beide den Hit "Superstition" performten.

Neues Album, neue Tour
2010 nun meldet Jeff Beck sich mit einem neuen Album zurück, das erste seit fast sieben Jahren. Die erste Single daraus, "I put a spell on you", ist eine Neuinterpretation des "Screaming Jay Hawkins"-Klassikers, den Beck gemeinsam mit Joss Stone aufnahm. Zusammen mit ihr wird Jeff Beck den Song auch am 23. Mai bei Wetten, dass..? präsentieren, bevor es dann für ihn auf eine ausgedehnte Welt-Tournee gehen wird.

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