RWE

Joe Cocker

Joe Cocker

Der Altmeister
Joe Cocker ist nicht nur eine Musiklegende, sondern auch einer der erfolgreichsten und populärsten Sänger der letzten 40 Jahre. Er hatte unzählige Welthits und wurde unter anderem mit dem "Grammy", dem "Golden Globe" und dem "Oscar" ausgezeichnet. Doch trotz aller Erfolge ist der bodenständige Brite bescheiden geblieben - bis heute identifiziert er sich vor allem mit den Underdogs und Außenseitern der Gesellschaft. Bei Wetten, dass..? in München präsentiert er den Titelsong seines neuen Albums "Hard Knocks", das am 1. Oktober erscheint.

Die Universität seiner Heimatstadt Sheffield verlieh Joe Cocker im November 1994 sogar die Ehrendoktorwürde. Gewürdigt wurde damit nicht nur der "berühmte Sohn der Stadt", sondern auch der in der Anti-Drogen-Bewegung engagierte und karitativ wirkende Künstler, der sich, nach langer Abstinenz, wieder zu seinen Wurzeln und seiner Heimatstadt bekannte.

Liebe zur "schwarzen" Musik
Am 20. Mai 1944 wurde das Urgestein der Rockmusik in der nordenglischen Stahlmetropole Sheffield als John Robert Cocker geboren. Schon als Teenager entdeckte er seine Liebe für schwarze Musik, insbesondere für die seines großen Vorbilds Ray Charles, der ihn später auch anerkennend seinen "einzigen wahren Schüler" nannte.

In Sheffield startete Cocker mit 15 Jahren auch seine Karriere als Musiker. Zunächst spielte er in mehreren kleineren Bands wie Avengers, Big Blues (1963) und The Grease Band (1966). Sein erster großer Hit war eine Cover-Version des Beatles-Titels "With a Little Help from My Friends" im Jahre 1969. Es wurde nicht nur in Großbritannien die Nummer eins, sondern weltweit ein Hit. Cocker hatte den entscheidenden Durchbruch geschafft!

Größter Erfolg seit Woodstock
Von nun an ging es Schlag auf Schlag, eine Tournee jagte die andere. Mit der Teilnahme am "Woodstock"-Festival - und seinem dort gemachten legendären "Urschrei" bei "With A Little Help from My Friends" - setzte er sich auch in den USA durch. Doch der Erfolg schien ihm bald über den Kopf zu wachsen, und es kam zur Trennung von seiner "Grease Band". Physisch, psychisch und finanziell am Ende zog er nach Sheffield zurück.

In den 70er Jahren folgten Hochs und Tiefs in stetem Wechsel aufeinander, bevor Cocker 1982 der größte Erfolg seit Woodstock gelang: "Up Where We Belong", ein Duett mit Jennifer Warnes für den Film "Ein Offizier und ein Gentleman", wurde Ende 1982 zum größten Single-Erfolg Joe Cockers seit "With A Little Help ...": Der Song platzierte sich überraschend auf Platz 1 der US-Charts und heimste gleich zwei hochkarätige Auszeichnungen für den besten Filmsong des Jahres ein: einen "Oscar" sowie einen "Grammy".

Preise und Auszeichnungen
Verschiedene Alben folgten mit unterschiedlichem Erfolg. Im Herbst 1987 erschien das Werk "Unchain My Heart" - für viele Fachleute das stärkste und geschlossenste Cocker-Album seit Jahren, das sich mehrere Wochen auf Platz eins der deutschen Charts halten konnte. Das "ZDF" verlieh Cocker seinen Unterhaltungspreis "Berolina" für den besten internationalen Künstler 1987.

Im Herbst 1996 überraschte Cocker viele Fans mit seiner Beteiligung an einer "Night Of The Proms"- Tournee, einer viel beachteten Mischung von Pop und Klassik, für die Cocker 1997 auch die "Goldene Kamera" erhielt. Im selben Jahr erschien auch das sehr erfolgreiche Album "Across from Midnight". Für sein musikalisches Lebenswerk wurde Joe Cocker 1999, während seiner Deutschlandtournee mit dem Album "No Ordinary World", auch die "Goldene Europa" des Saarländischen Rundfunks überreicht.

Pioneer of Pop
Es folgten die Alben "Respect Yourself" (2002),"Heart & Soul" (2004) und "Hymn for My Soul" (2007). Im selben Jahr wurden Joe Cocker zwei ganz besondere Ehrungen zuteil: In Baden-Baden erhielt er die Auszeichnung "Pioneer of Pop" für sein Lebenswerk, und die englische Königin verlieh ihm den Verdienstorden "Officer of the British Empire".

Am Freitag, 1. Oktober, erscheint nun Joe Cockers neues Album - das 21. in mehr als 40 Jahren seiner Karriere. Mit dem Song "I Hope" der "Dixie Chicks" ist darauf übrigens nur eine Coverversion enthalten - für einen Sänger, der sich mit der Veredelung von Songs anderer Künstler mit Hilfe seiner einzigartigen Stimme einen legendären Ruf erarbeitete, ist die Menge an Neu-Kompositionen auf "Hard Knocks" durchaus erstaunlich.

Deutschland-Tour ab Oktober
"Ich wurde für meine Coverversionen oft heftig kritisiert, besonders von jüngeren Leuten und der Presse", erinnert sich Joe Cocker. "Als ich dem Label letzten Endes die zehn Stücke ablieferte, waren die Leute dort komplett happy damit, und ich dachte mir: Das ist doch mal eine Abwechslung.'" Nun ist er gespannt auf das Feedback seiner Fans: Die erste Deutschland-Tour seit 2007 beginnt am 9. Oktober in Oberhausen.

Tour 2010
23.10. Saarbrücken, 31.10. Freiburg, 2.11. Augsburg, 5.11. Leipzig, 7.11. Friedrichshafen 9.11. Regensburg, 11.11. Frankfurt, 13.11. Nürnberg, 21.11. Bielefeld, 23.11. Bremen, 24.11. Hannover, 26.11. Hamburg 27.11. Berlin, 29.11. Erfurt, 30.11. Zwickau, 2.12. München, 3.12. Mannheim, 4.12. Oberhausen

Zu Gast in folgenden Sendung(en)