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John Cusack

Weltberühmt als "Anti-Held"

Weltberühmt als "Anti-Held"
Mit Filmen wie "High Fidelity", "Being John Malkovich" und "Das Urteil" spielte sich John Cusack in die erste Riege der Hollywood-Stars. Vor allem Rollen als "Anti-Held" sind es, die den aus einer amerikanischen Schauspieler-Familie stammenden Cusack bekannt machten. Am 12. November kommt nun John Cusacks neuer Film in die Kinos. "2012" ist ein Weltuntergangsthriller in einer spektakulären Inszenierung von Roland Emmerich. Gemeinsam mit dem deutschen Regisseur ist John Cusack auch am 7. November als Wettpate bei Wetten, dass..?.

John Cusack wurde am 28. Juni 1966 in Evanston (Illinois) als viertes von fünf Kindern des Schauspielers, Theaterautors und Filmemachers Richard Cusack und der Lehrerin Nancy geboren. Seine Geschwister Ann, Bill, Joan und Susie wählten ebenfalls die Schauspielerei als Beruf.

Von der Bühne zum Film
John Cusack schloss 1984 die High School in Evanston ab. Seine Schauspielausbildung erhielt er am Piven Theater Workshop in Evanston, wo auch Joan und Ann schon das Handwerk erlernt hatten. Bereits als 14-Jähriger während der Bühnenausbildung ragte Cusack mit seinem Improvisationstalent heraus. Der Bühne blieb er später auch als Filmschauspieler treu.

Seine erste kleinere Filmrolle erhielt Cusack mit 17 Jahren in der Teenie-Komödie "Vom Klassenzimmer zur Klassefrau". 1985 erhielt er seine erste Hauptrolle in Rob Reiners Teeniefilm "The Sure Thing". Darin spielte John Cusack einen frischgebackenen Studenten, der sich auf der Suche nach sexuellen Abenteuern quer durch die USA an ein kalifornisches College durchschlägt. Der Streifen wurde sein erster Hit.


Arbeit als Produzent
Als 19-Jähriger stand Cusack erstmals auch hinter der Kamera. Sein Kurzfilm "Ready or Not" wurde in Chicago ausgestrahlt. Mit 22 Jahren gründete er in Chicago die Theatergruppe "New Criminals", die in ihren Bühnenstücken die konservative Politik der republikanischen Präsidenten Reagan und Bush angriff. Später unterstützte er die Truppe als Regisseur, Produzent und Mäzen. 1992 stieg Cusack auch als Produzent ins Filmgeschäft ein und gründete zusammen mit Paramount die "New Crime Productions".

Trotz seines Engagements bei den "New Criminals" übernahm Cusack weiterhin Haupt- und Nebenrollen in Filmproduktionen. Gute Noten erhielt 1988 das Sportlerdrama "Eight Men Out". Beifall der Kritik bekam der Schauspieler auch für den Film "Say Anything" (1989). Mit "The Grifters", einer von Martin Scorsese produzierten Dreiecksgeschichte im Künstlermilieu, schaffte er 1990 den Durchbruch zum ernsthaften erwachsenen Schauspieler.

Zusammenarbeit mit Woody Allen
1994 konnte er sein großes schauspielerisches Talent in Woody Allens vielbeachteter Satire "Bullets Over Broadway" unter Beweis stellen. Für seine Rolle von den Kritikern vielfach gelobt, gelang es Cusack, seinen Erfolg in "City Hall" (1996) zu wiederholen. In diesem Politdrama spielte er die rechte Hand des New Yorker Bürgermeisters Pappas, dargestellt von Al Pacino. 1997 kämpfte er als US-Marshal an der Seite von Nicolas Cage in dem Action-Reißer "Con Air".

Sinn für skurrilen Humor bewies Cusack in der surrealen Komödie "Being John Malkovich" (1999), die von der Kritik als "kleines Meisterwerk" gefeiert wurde. In diesem kafkaesken Werk verkörperte Cusack den arbeitslosen Puppenspieler Craig Schwartz, einen Versagertyp, der entdeckt, dass der Tunnel hinter seinem Aktenschrank direkt in das Gehirn des Schauspielers John Malkovich führt, was eine Kette von aberwitzigen Katastrophen auslöst.

Kultfilm "High Fidelity"
Ebenfalls viel Beifall erhielt John Cusack für die Verfilmung von Nick Hornbys Kult-Roman "High Fidelity" (2000). Die Rolle des Schallplattenladenbesitzers Rob Gordon, eines jugendlichen Mittdreißigers, der einfach nicht erwachsen werden will, wurde ihm auf den Leib geschrieben. 2001 war er neben Julia Roberts und Catherine Zeta-Jones in "America's Sweethearts" zu sehen und in der romantischen Liebeskomödie "Weil es dich gibt" an der Seite von Kate Beckinsale.

Auch in den folgenden Jahren verlief Cusacks Karriere sehr erfolgreich. Er spielte in "Identity" (2003) eine Hauptrolle als eines der vermeintlichen Opfer eines Serienkillers, die sich aber letztlich alle als Teile einer multiplen Persönlichkeit erweisen. Ein Jahr später konnte er in der John-Grisham-Verfilmung "Das Urteil" neben Rachel Weisz, Dustin Hoffman und Gene Hackman überzeugen. Neben diesen ernsten Parts wagte sich Cusack 2005 in "Must Love Dogs" an eine Liebeskomödie, 2007 sah man ihn mit "The Contract" erneut in einem Thriller, hier nun als Vater, der mit seinem Sohn während eines Camping-Ausfluges mit Auftragskillern und einem Komplott gegen die US-Regierung konfrontiert wird.

Football- und Basketball-Fan
In dem nach Stephen Kings gleichnamiger Erzählung gedrehten Horrorfilm "Zimmer 1408" spielte Cusack 2007 den Schriftsteller Mike Enslin, der zu Recherchezwecken in ein Hotelzimmer zieht, in dem bereits mehrere Menschen ermordet wurden. Noch im gleichen Jahr kam der Streifen "Mein Kind vom Mars". Eine weitere Vaterfigur verkörperte Cusack in dem Drama "Grace is Gone" als Witwer einer im Irak gefallenen Soldatin, der mit seinen beiden kleinen Töchtern aus dem Haus und vor der Realität flieht.

John Cusack lebt in Los Angeles und Chicago. Er hört Rap, liest gerne und ist Fan der Chicagoer Bulls, Bears und Sox.

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