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Oliver Pocher

GROSSE KLAPPE, VIEL DAHINTER

GROSSE KLAPPE, VIEL DAHINTER
Schlagfertigkeit, Spontanität, Witz und eine große Klappe - das sind die Eigenschaften, mit denen es Oliver Pocher zu einem der führenden Moderatoren und Comedians Deutschlands gebracht hat. Nach dem Ende von "Schmidt und Pocher" wird er demnächst wieder regelmäßig im deutschen Fernsehen auf Sendung gehen: Am 2. Oktober startet bei Sat.1 "Die Oliver Pocher Show". Am 3. Oktober ist Pocher als Wettpate zu Gast bei Wetten, dass..?.

Oliver Pocher wurde am 18. Februar 1978 in Hannover geboren. Er wuchs in Isernhagen-Altwarmbüchen auf. Die Realschule schloss er 1993 mit der mittleren Reife ab und absolvierte anschließend eine dreijährige Lehre zum Versicherungskaufmann. Danach leistete er in Hannover seinen einjährigen Zivildienst als Rettungshelfer beim Arbeitersamariterbund ab.

"Holla Bolla" und "radio flora"
Bereits während seiner Lehrzeit war Oliver Pocher als Diskjockey tätig, versuchte sich beim Erwachsenen-Kasperltheater "Holla Bolla" und sammelte erste Rundfunkerfahrungen beim Hannoveraner Lokalsender "radio flora". Als Zivildienstleistender moderierte er zwei Monate lang das Klinikradio, ehe er von der Klinikleitung auf Grund seiner auch später noch gepflegten "spätpubertären Gags" ("Süddeutsche Zeitung") entlassen wurde. Gleichzeitig bemühte er sich, auf verschiedene Weise ins Fernsehgeschäft zu kommen, unter anderem als Gast in der RTL-Talkshow "Bärbel Schäfer". 1998 bekam er einen Job als "Warm-Upper" bei der RTL-Talkshow "Birte Karalus".

Viermal bewarb sich Pocher beim TV-Musiksender VIVA, wo er zwar für begabt befunden, aber dennoch wegen seines zu bissigen Humors abgelehnt wurde. Über die RTL-Talkshow "Hans Meiser" gelang ihm dann doch der Sprung zu VIVA. Pocher konnte in einer Casting-Ausgabe mit einem Video über eine Pressekonferenz der US-Musikgruppe "Backstreet Boys" überzeugen, auf dem er sich mit einer Tanzeinlage als neues Bandmitglied empfahl.

"Alles Pocher, oder was?"
Zunächst nur für eine einwöchige Gastmoderation von "Interaktiv" ausgewählt, übernahm er die VIVA-Sendung 1999 mit einem Festengagement bis 2003. Es folgten verschiedene andere Musiksendungen und schließlich 2002 die von ihm mitproduzierte Show "Alles Pocher, oder was?".

2002 debütierte Oliver Pocher neben Nora Tschirner auch als Schauspieler, in der 26-teiligen ARD-Serie "Sternenfänger". 2003 gründete er seine eigene Produktionsfirma Pocher TV GmbH und wechselte zu Pro 7, wo er mit "Rent a Pocher" eine eigene Wochenshow bekam. Bis April 2006 konnten ihn Privatpersonen oder Firmen für allerlei Tätigkeiten "mieten", unter anderem als Kanalreiniger, Pilzsammler oder Hund (!)). Im Oktober 2005 erhielt Pocher dafür den Deutschen Comedypreis in der Kategorie "Beste Comedy-Show."

Parodien von Fußballstars
Im Jahr 2005 begann Oliver Pocher, mit seinem Soloprogramm "It's my Life - Aus dem Leben eines B-Promis" durch die Republik zu touren. Im Jahr der Fußball-WM 2006 in Deutschland war der fußballbegeisterte Fan von Hannover 96 mit verschiedenen Projekten präsent: So moderierte er auf Pro 7 zunächst "Pochers WM-Countdown" und dann zur WM "Pocher zu Gast in Deutschland". Zudem brachte er die Fußballhymne "Schwarz und Weiß" auf den Markt. Sehr beliebt waren auch seine Parodien verschiedener Fußballstars, unter anderem von Lukas Podolski und Oliver Kahn.

2007 moderierte Oliver Pocher den neunteiligen "Gameshow-Marathon" (Pro 7). Im April 2007 kam mit "Vollidiot" eine Komödie in die Kinos, in der Pocher erstmals die Hauptrolle spielte. Die Rolle des knapp 30-jährigen "Losers", der seine Traumfrau erobern will, war ihm nach Meinung vieler Kritiker auf den Leib geschrieben. Zuvor schon war er in Nebenrollen aufgetaucht und hatte Filme synchronisiert. Bei der Sat.1-Improvisationscomedy "Schillerstraße" wurde er durch sein spontankomisches Talent Dauergast.

Zusammenarbeit mit Harald Schmidt
Einem breiten Publikum wurde Oliver Pocher auch durch eine groß angelegte Werbekampagne einer Elektrohandelskette bekannt. Für Überraschung sorgte im Mai 2007 die Nachricht, Late-Night-Talker Harald Schmidt werde sich ab Oktober 2007 die Leitung seiner dann auf eine Stunde verlängerten Talkshow in der ARD mit Pocher teilen. "Schmidt und Pocher" lief bis April 2009, inzwischen ist Oliver Pocher aber zu Sat.1 gewechselt, wo er in Zukunft jeden Freitag um 22.15 Uhr in seiner eigenen Show zu sehen sein wird.

Auch sein Privatleben sorgte in den letzten Monaten mehrfach für Schlagzeilen: Nachdem er zuvor vier Jahre lang mit der Schauspielerin Monica Ivancan zusammen, ist Pocher seit 2009 mit der Schmuckdesignerin Sandy Meyer-Wölden liiert. Wie Ende August bekannt wurde, sehen die beiden Elternfreuden entgegen.

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