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Placido Domingo

 Ein Leben für die Oper

Ein Leben für die Oper
Die Gesangsbegabung wurde Placido Domingo quasi in die Wiege gelegt. Seine Eltern waren spanische Zarzuela-Sänger aus Zaragoza, in deren Künstlertruppe er seine musikalische Laufbahn als Sänger und Klavierspieler begann. Mit seiner Familie siedelte er 1950 nach Mexiko über. Bis heute unterstützt er seine frühere Heimat, wie zum Beispiel die Opfer des Erdbebens 1985, mit Benefiz-Konzerten.

Ein breites Repertoire
Domingo debütierte 1961 an der Oper von Mexico City als Alfred in Verdis "La Traviata". Seine internationale Karriere begann 1966 an der New Yorker City Center Opera mit "Don Rodrigo" von Ginastera. Den Höhepunkt seiner Karriere erlebte er 1975 allerdings in Hamburg. Dort sang er zum ersten Mal "Othello" - seither feiert man ihn als einen der besten Interpreten dieser Rolle. Zu Domingos Glanzrollen rechnet die Fachkritik auch die großen Tenorpartien der Opern von Verdi und Puccini. Kritiker loben ihn als "schauspielendern Sänger": Er verstehe es wie kein anderer, die szenische mit der gesanglichen Darstellung einer Partie in Einklang zu bringen.

Auch Wagner-Rollen erarbeitete sich Domingo im Lauf der Jahre. So sang er 1984 zum ersten Mal den "Lohengrin" an der New Yorker Met. Sein Debüt als "Parsifal" war 1992 das gefeierte Ereignis der Saison in Bayreuth. Große Erfolge feierte er auch als einer der "Drei Tenöre" zusammen mit Luciano Pavarotti und José Carreras.

Seine musikalische Allround-Begabung bewies er weiter durch sein Debüt als Dirigent, dass er 1973 mit "La Traviata" an der New Yorker City Opera gab. Zu Beginn der Spielzeit 1996/97 wurde Domingo außerdem künstlerischer Leiter der Washington Opera, seit der Saison 2000/2001 übt er diese Funktion auch an der Los Angeles Opera aus. Placido Domingo ist international vielfach ausgezeichnet worden. So erhielt er 2003 den Europäischen Kulturpreis, 2006 den Classical Brit Award, das Große Silberne Ehrenzeichen der Republik Österreich im Jahre 2007, sowie ein Jahr darauf den Bambi. Auch einen Stern auf dem "Hollywood Walk of Fame" nennt der Star sein eigen.

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