Jüngster Formel 1-Sieger aller Zeiten
Er ist der jüngste Sieger in der Geschichte der Formel 1: Sebastian Vettel. Mit seinem Erfolg beim Großen Preis von Monza am 8. September 2008 holte der 22-Jährige den ersten Grand Prix-Sieg seiner Karriere und ist damit gleichzeitig der jüngste Fahrer, der jemals ein Formel 1-Rennen gewonnen hat. Inzwischen hat sich Vettel in der Weltelite der Fahrer fest etabliert: In der aktuellen Saison hatte er lange Zeit sogar Chancen, Weltmeister zu werden und musste sich am Ende nur knapp Jenson Button geschlagen geben. Bereits im Alter von drei Jahren unternahm Sebastian Vettel erste Fahrversuche am Steuer eines Karts, im Kindergartenalter sauste er dann im Kerpener Kart-Klub "Graf Berghe von Trips" gegen weitaus ältere Konkurrenten um die Wette. Zum Motorsport kam Vettel durch seinen Vater Norbert, der das Talent seines Sohnes früh erkannte und förderte. Auch Sebastian Vettels Mutter Heike unterstützte die Karriere des Sohnes von Beginn an. Gemeinsam mit Vettels Bruder sowie den zwei Schwestern besuchten die Eltern Rennwochenenden im Wohnmobil.
Erste Titel bei den Junioren"
Seit seinem siebten Lebensjahr startete Sebastian Vettel aktiv bei Kart-Rennen und heimste im Verlauf der Jahre diverse Junioren-Titel ein. Im Jahr 2000 machte der Heppenheimer als Gesamtsechster der Kart-EM in der Junioren-Kadetten-Klasse auch erstmals international auf sich aufmerksam. Nur eine Saison später avancierte er 2001 zum Junioren-Kart-Europameister.
Zur Saison 2003 wechselte Sebastian Vettel in den Formel-Sport und startete in der Deutschen Formel BMW. Er wurde auf Anhieb Zweiter der Serie und zudem "Rookie of the Year". Für 2004 nahm er sich daher vor, "in der Gesamtwertung einen Platz besser als im Vorjahr abzuschneiden, also den Titel zu holen". Dies gelang dem Gymnasiasten eindrucksvoll: Er gewann 18 der 20 Saisonrennen. Erste Vergleiche mit seinem Vorbild Michael Schumacher wurden gezogen, und so verwunderte es kaum, dass der 17-Jährige zu Beginn der Rennsaison 2005 sagte: "Mein Traum ist die Formel 1".
Erstmals im Formel 1-Wagen
Auf einem Dallara-Mercedes bestritt Vettel die Formel-3-Euroserie und wurde beeindruckender Gesamtfünfter. Aufgrund dieser hervorragenden Leistungen durfte er im Herbst 2005 erstmals einen Formel-1-Boliden testen. Im spanischen Jerez fuhr Vettel einen 900 PS starken BMW-Williams. Neben BMW zählte auch Getränkemulti Red Bull zu den langjährigen Förderern des Talentes. Und so wurde Vettel bereits im Herbst 2005 ein Formel-1-Cockpit für die Saison 2007 in Aussicht gestellt.
Zwar bestritt Sebastian Vettel auch 2006 sehr erfolgreich seine Rennen in der Formel-3-Euroserie und beendete diese als Vize-Meister, doch viel mehr Aufsehen erregte der Heppenheimer Ende August 2006 beim Training zum Formel-1-Grand-Prix in Istanbul/Türkei. Erst zwei Tage zuvor hatte die FIA dem zum BMW-F1-Testfahrer aufgestiegenen Vettel die nötige Superlizenz erteilt, da legte er beim Freitagstraining die Bestzeit hin.
Großer Fan der Beatles
Die Saison 2007 ging Sebastian Vettel erneut zweigleisig an. Für das britische Carlin-Team bestritt er die Renault-World-Series, für BMW-Sauber agierte er als F1-Testpilot. Bei den Testfahrten zur Saison 2007 knüpfte er im BMW-Sauber nahtlos an seine guten Vorstellungen an und legte zum Teil schnellere Rundenzeiten vor, als der routinierte Teamkollege Nick Heidfeld. Am 17. Juni 2007 feierte Sebastian Vettel in Indianapolis sein Formel 1-Debüt. Seit der Saison 2009 hat er sich endgültig als Spitzenfahrer in der höchsten Rennklasse etabliert. Nach dem vierten Platz beim zweitletzten Rennen der Saison in Brasilien kletterte er sogar auf Rang zwei der WM-Wertung, kann aber dennoch den neuen Weltmeister Jenson Button nicht mehr einholen.
Zu seinen Hobbys zählt Sebastian Vettel Snowboardfahren, Mountainbiking, Schwimmen und Fitnesstraining. Musikalisch bevorzugt er unter anderem die Beatles. "Auch wenn es nicht meinem Alter entspricht, ich bin totaler Beatles-Fan. Ich habe alle Original-LPs und mir extra einen Plattenspieler gekauft. Ich besitze sogar eine farbige Sonderpressung von Sgt. Pepper", sagte der Nachwuchs-Rennfahrer der "Sport Bild". Das Abitur bestand er trotz Rennstress übrigens mit der Note 2,8.
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