Shakira – Unwiderstehlich gut
Sie kann machen, was sie will. Und da ist es egal, ob sie auf Englisch oder Spanisch singt, Volksmusik aus ihrer Heimat Kolumbien einfließen lässt, gängige Popstücke, verträumte Balladen oder heiße lateinamerikanische Rhythmen zum Besten gibt – Shakira kommt immer an. Sie lebt damit einen Traum, den sich jeder Künstler hat: Eine begeisterte, weltweite Fangemeinde erlaubt es ihr, sich auf allen musikalischen Feldern auszu toben!
Das nutzt Shakira nach Herzenslust aus und experimentiert mit ihrer Musik ähnlich wie mit ihrer Haarfarbe, die von Natur aus dunkelbraun ist, aber zurzeit blond wie bei einem Rauscheengel. Inzwischen steht sie auch zu ihrem Vibrato, dem leichten Zittern in der Stimme, das diese so unverwech selbar macht. Zu ihrer Schulzeit ma chen sich Mitschüler über dieses Vibrato lustig. Schlimmer noch: Vom Chorleiter wird sie deshalb als ungeeignet eingestuft. Egal – Shakira geht ihren Weg trotzdem.
Ungebremst in die Charts
2001 gelingt ihr mit dem Album „Laundry Service“ der große Durch bruch. Sie bekommt dafür dreizehnmal die Platin-Auszeichnung. Es folgt eine Reihe englisch- und spanischsprachiger Charthits, darunter „Whenever, Wherever“ und „Underneath Your Clothes“. Sie bringen ihr dreimal einen weiteren Musikpreis ein, den Latin Grammy, unter anderem in der Kategorie „Best Latin Pop Album“.
2005 gerät Shakira in einen wahren Kreativ rausch. „Ich habe nie geplant, zwei Alben voll zu bekommen, als ich anfing zu schreiben. Aber plötzlich merkte ich, dass ich sechzig Songs geschrieben hatte“, sagt sie. Also werden daraus „Fijación Oral Vol. 1“ und „Fijación Oral Vol. 2“, die sich mehr als acht Millionen Mal verkaufen.
Kreative Experimente
Doch auch einem erfolgsverwöhnten Star geht mal die Puste aus. 2007 verabschiedet sich Shakira mit dem weltweiten Nummer-eins-Hit „Beauti ful Liar“, den sie im Duett mit der US-Sängerin Beyoncé singt, in eine Kreativpause. 2009 ist sie dann mit einem Paukenschlag wieder da. Ihre Single „She Wolf“ schafft es auf Anhieb in die inter nationalen Hitlisten. „Es war ein klangtechnisches Experiment“, erklärt die 33-Jährige.
„Ich wollte Elektronik, Beats und Syn thesizer ausprobieren, begann Folkmusik anderer Länder zu studieren. Ich war auf der Suche nach neuen Einflüssen.“ Und wieder bringt ihr der spielerischer Umgang mit verschiedenen Musikstilen den Erfolg. Am 26. März kommt ihre neue Single „Gypsy“ raus, ein gut gelaunter Popsong dessen Lebensfreude ansteckend ist – ganz sicher auch bei „Wetten, dass..?“ in Salzburg.