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Thomas Kretschmann

Deutscher Schauspieler international erfolgreich

Zwischen Hollywood und Deutschland
1989 schaffte Thomas Kretschmann in dem Film "Der Mitwisser" seinen Durchbruch. Seitdem ging es national und international bergauf. In vielen Hollywood-Produktionen wie "The Pianist" , "King Kong" und "Operation Walküre", aber auch deutschen Produktionen wie "Der Untergang" und "Mogadischu" war er zu sehen. Seinen neuesten Film "Dschungelkind" präsentiert der Wahl-US-Amerikaner am 19. März an der Seite seiner Filmpartnerin Nadja Uhl bei "Wetten, dass..?".

Thomas Kretschmann wurde am 8. September 1962 in Dessau geboren. Der Schauspieler, der in seiner Jugend Leistungsschwimmer im DDR-Olympiakader war, verließ im Alter von 21 Jahren die DDR und setzte sich nach West-Berlin ab. Dort besuchte er Anfang der 80er Jahre die Schauspielschule Kirchhoff.

1996 nach Hollywood

Sein Filmdebüt in der Fernsehproduktion "Der Mitwisser" (1989) verschaffte ihm den nationalen Durchbruch und brachte ihm 1991 den Max-Ophüls-Preis als bester Nachwuchsdarsteller ein. International bekannt wurde Kretschmann dann durch seine Rolle in Joseph Vilsmaiers Anti-Kriegsfilm "Stalingrad" (1993).

1996 verließ der Mime Deutschland und versuchte sein Glück in den USA, ließ sich aber dennoch auch weiterhin von deutschen und italienischen Produzenten vor allem für Fernseh-, aber auch für Kinoproduktionen in Europa vor die Kamera holen. So ermittelte er beispielsweise als "Der Solist" für den Samstagskrimi im ZDF (1999 und 2001).

Lehnte "Schindlers Liste" ab

Bis zur ersten großen Rolle in einer Hollywood-Produktion musste sich der Wahl-US-Amerikaner bis zum Jahr 2000 gedulden. Dabei leistete es sich sogar, Angebote abzulehnen, wie die ihm angebotene Rolle in dem später überaus erfolgreichen Film "Schindlers Liste". Hier hätte er einen Nazi-Schergen spielen sollen, wollte aber verhindern, ein Image als ewig "böser Deutscher" verpasst zu bekommen. Eine sehr "deutsche" Rolle war es dann aber doch, die Thomas Kretschmann den ersten Erfolg in der amerikanischen Filmmetropole brachte: Als Kapitänleutnant des deutschen Weltkrieg-II-U-Bootes "U-571", so auch der Titel des Films, stand er mit internationalen Stars wie Harvey Keitel und Jon Bon Jovi vor der Kamera.

Weitere großere Produktionen folgten: Roman Polanskis "The Pianist" (2002), Bernd Eichingers "Der Untergang" (2004), "King Kong" (2005) und "Operation Walküre" (2009).

Vielseitige Rollen
Die Wandelbarkeit des Mimen zeigte sich in den zahlreichen Produktionen der Jahre 2007/2008, die zu den schaffensreichsten in Kretschmanns Karriere zählen. So übernahm er Rollen in Vivian Naefes Verfilmung des Jugendbuchs "Die wilden Hühner und die Liebe" und in Leander Haußmanns unterhaltsamer Sachbuchadaption "Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken". Er spielte aber ebenso und von der Kritik hoch gelobt die Titelrolle in der TV-Neuverfilmung des Abenteuerklassikers "Der Seewolf" sowie in der ARD-Produktion "Mogadischu" den Part des Lufthansa-Kapitäns Jürgen Schumann, der 1977 bei der Entführung der Lufthansa-Maschine "Landshut" von palästinensischen Terroristen in Mogadischu getötet wurde.

Am 17. Februar 2011 startete nun sein neuester Film in den deutschen Kinos. In "Dschungelkind" spielen er und Nadja Uhl ein Ehepaar, dass mit seinen Kindern in den Dschungel West-Papuas zieht, um die Sprache des Stamms der Fayu zu erforschen. Die Verfilmung beruft auf der gleichnamigen Autobiografie von Sabine Kuegler. Am 19. März kommt Thomas Kretschmann mit seiner Filmpartnerin zu Thomas Gottschalk nach Augsburg.

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